Geschichte der Streitschlichter

März 2001

Die Schüler unserer Schule kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zu uns: Teilleistungsstörungen, Verhaltensschwierigkeiten, Motivationsprobleme, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen etc. Besonders die zusätzlich erziehungsschwierigen Schüler benötigen konsequente, sofort gegebene pädagogische Hilfen. Wichtigste Voraussetzung, Streitigkeiten und Auseinandersetzungen im Alltag, Schule, Familie und Beruf zu begegnen, ist eine gewaltfreie Kommunikation, sich gegenseitig zu respektieren, miteinander zu reden, Toleranz zu üben. Möglichkeiten und Verhaltensregeln für ein situationsgerechtes Entscheiden müssen aufgezeigt werden. Gerade für "labile" Persönlichkeiten - und daraus besteht unsere Schülerschaft hauptsächlich - ist ein Verhaltenstraining sehr wichtig.

Wie an anderen Schulen kommt es auch an unserer zu körperlichen und verbalen Auseinandersetzungen unter Schülern.1) In dem anschließenden Bemühen der Lehrer, diese in z.T. Zeit und Kraft kostenden Gesprächen zu schlichten und zu klären, kamen wir in einer Dienstbesprechung zu dem Beschluss, diesen Kreislauf zu durchbrechen und uns professionelle Hilfe von "außen" zu holen. Unsere Wahl fiel auf die Einrichtung - "Pro Kids Konflikt-Schlichtung e.V. Oldenburg"-.

In einem der ersten Gespräche mit zwei Trainern dieser Einrichtung und drei Kollegen unserer Schule, wurde der Gedanke einer Vernetzung mit der BBS-Varel artikuliert. Aufgrund des Trainingskonzeptes wurde uns deutlich, dass unsere zukünftigen Streitschlichter Unterstützung in ihrer zu bewältigenden Arbeit benötigen. Der Kontakt zu Kollegen der BBS-Varel wurde geknüpft. Bei einem gemeinsamen Treffen im März 2001 wurde uns von ihnen die Möglichkeit angeboten, dass Schüler der FOS an unserer Schule ein 23-wöchiges Sozialpraktikum absolvieren können und so unseren Streitschlichtern bei Fragen zur Seite stehen.

Da die Praktikanten an der Ausbildung zum Streitschlichter teilnehmen müssen, war ein weiterer Gedanke, dieses Erlernte an der BBS-Varel im Rahmen eines eigenen Streitschlichterprogramms zu installieren. Leider konnte bislang aufgrund fehlender finanzieller Mittel damit noch nicht begonnen werden. Die Kosten unserer Ausbildung und den folgenden Schulungen d.h.: Praktikanten der FOS, Schüler und zwei Lehrer unserer Schule, wurde vom Förderverein der Pestalozzischule und aus Spendengeldern getragen.

 

Mai 2001

Um einen Einblick in die Arbeit einer Streitschlichtung zu gewinnen, fand sich unser Kollegium und Kollegen der BBS-Varel bereit, an einem Wochenendtraining unter der Leitung zweier Trainer von Pro Kids teilzunehmen.

 

August 2001

In der Zeit vom 20.08. - 24.08.2001 wurde den Schülern der Klassen 6-9 (insgesamt 11 Klassen) das Streitschlichterprojekt klassenweise vorgestellt und zum Abschluss durch die Lehrer und Trainer (Pro Kids) eine Auswahl der Schüler getroffen, die an der Streitschlichterausbildung teilnehmen sollen.

Ab 2003 werden die Streitschlichter und FOS-Praktikanten von Herrn Ubben /Frau Wegener (Lehrer der Pestalozzischule Varel) ausgebildet und geschult.

Die Ausbildungsteilnehmer erhalten über ihre erfolgreiche Teilnahme ein Zertifikat.

 

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