SOZIALPÄDAGOGIK
Diese beinhaltet u.a. die Arbeit mit Tages- und Verstärkerplänen, Zieleplanarbeit, das Führen von Reflexionsgesprächen, sowie die Förderung von Selbstbeobachtungs- und Selbstkontrolltechniken. So können gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen ressourcen- und lebensweltorientierte Handlungsstrategien erarbeitet werden.
In schwierigen sozialen Situationen können die Sozialpädagogen präventiv eingreifen, oder in bereits entstandenen Krisensituationen deeskalierend unterstützend tätig werden.
Im Primarbereich (Klassenstufe 1-4) werden schwerpunktmäßig folgende Themen behandelt:
- Gefühle erkennen
- Freundschaft
- Streit
- Stress und Wut
- Nähe und Distanz
Im Sekundarbereich (Klassenstufe 5-10) werden zusätzlich Themen behandelt, wie:
- Sucht
- Medien
- Liebe und Sexualität
- Gewalt
- Rassismus, Extremismus
Durch Soziales Lernen werden soziale und emotionale Kompetenzen aufgebaut. Ziele sind z. B. die Verbesserung des Gruppenklimas, Stärkung der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) um belastende Lebensereignisse besser bewältigen zu können, Stärkung der eigenen Kontroll- und Handlungsmöglichkeiten, Reduzierung von Gewalt und anderen Regelverletzungen. Die Sozialpädagogen führen das Soziale Lernen durch und unterstützen die Schüler und Schülerinnen beim Transfer der im Trainingskonzept erlernten Kompetenzen in Alltags- und Unterrichtssituationen.
Auch der Umgang mit Konflikten und die Vermeidung von Eskalationen zwischen Mitschülern und Mitschülerinnen spielt eine große Rolle. Diese können dann vor dem Klärungsgespräch in einer 1:1-Situation mit den Sozialpädagogen besprochen und reflektiert werden.
In sozialen Lernfeldern, wie Ganztags- und Pausenangeboten, sowie der sozialen Gruppenarbeit, werden soziale Interaktionen gefördert. Diese helfen den Schülern und Schülerinnen ihr Verhalten innerhalb der Gruppe zu steuern und neue Handlungsstrategien zu erproben. So wird ein Transfer auch auf andere Situationen in der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen ermöglicht.
In der Krisensituation erfolgen eine enge Begleitung und deeskalierende pädagogische Maßnahmen.
- Einrichtungen und Institutionen freier und öffentlicher Träger der Jugendarbeit und der Jugendhilfe,
- anderen Schulen,
- kommunalen Stellen (z. B. für Berufsvorbereitung, Gesundheit)
- Vereinen aus Kultur, Sport und Wirtschaft,
- lokalen Medien,
- anderen relevanten Facheinrichtungen und Beratungsstellen.
Das Ziel der Netzwerkarbeit sind die Förderung positiver Lebensbedingungen für Schüler und Schülerinnen und die Verbindung schulinterner und externer Angebote.
