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UNTERRICHTS- UND LERNANGEBOTE

UNTERRICHTSKONZEPT

Ausgangslage der Schülerinnen und Schüler

Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben in der Vergangenheit negative schulische Erfahrungen gemacht, weshalb sie sich an einer Regelschule oft nur schwer einlassen können.

Grafik Ausgangslage der Schülerinnen und Schüler

Ziele des Unterrichts

Um Unterricht wieder erfolgreich zu gestalten, sind Erfolgserlebnisse auf emotionaler, sozialer und fachlicher Ebene entscheidend. Wir arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern an:

  • Aufbau von Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen in das eigene Können.
  • Reduzierung schulischer Belastung im häuslichen Umfeld.
  • Entwicklung einer eigenständigen, selbstmotivierten Lernhaltung.
  • Vermittlung prozessbezogener Kompetenzen.
  • Aufarbeitung von Lücken im Unterrichtsstoff und Förderung von Lernengagement.
  • Entwicklung neuer schulischer und beruflicher Perspektiven (z. B. Rückschulung, Abschlüsse, Berufsorientierung).

Gestaltung des Unterrichts

Grundprinzipien

  • Verlässliche und wertschätzende Begleitung: Das Team stärkt gezielt die Stärken der Kinder und lobt positives Verhalten.
  • Differenzierung zwischen Verhalten und Persönlichkeit: Herausforderndes Verhalten wird thematisiert, ohne die Kinder als Person abzuwerten.
  • Multiprofessionelle Zusammenarbeit: Enge Abstimmung mit Eltern, Therapeutinnen und Jugendhilfeeinrichtungen.

Struktur und Routine

  • Ritualisierte Ankommens- und Stundenabläufe.
  • Transparente Schul- und Klassenregeln.
  • Einheitliche Umgangsweisen im Kollegium.
  • Visualisierung von Abläufen und Anweisungen.
  • Konsequentes Classroom-Management (z. B. individuelle Arbeitsplätze, modifizierte Tokensysteme, Ventilmöglichkeiten).

Individualisierung

  • Differenzierte Lernangebote.
  • Individuelle Pausenregelungen und Gesprächsangebote.
  • Auszeiten bei Bedarf.
  • Individuelle Rückmeldungen (Zieleplan, pädagogisches Echo).
  • Personalisierte Belohnungssysteme.

Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen

  • Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen stärken.
  • Konfliktlösung und Perspektivübernahme trainieren.
  • Kommunikations- und Verantwortungsfähigkeit fördern.
  • Präventive Unterrichtsprojekte zur sozialen und emotionalen Entwicklung.

Unterrichtsmethoden

  • Handlungsorientierte, praxisnahe und kreative Lernangebote.
  • Projektarbeit und Lernen an Stationen.
  • Kooperative Lernformen.
  • Digitale Lernangebote zur Förderung individueller Lernprozesse.
  • Wochenplanarbeit.
  • Individuelle Begleitung im Homeoffice.
  • Engmaschige Unterstützung durch Sozialpädagogen/-innen, Schulbegleiter/-in, Bufdi`s und FoS`ler.

Evaluation und Weiterentwicklung

Unsere Unterrichtsgestaltung wird kontinuierlich reflektiert und an die konkreten Lerngruppen angepasst. Dabei sind die regelmäßigen Beobachtungen und Rückmeldungen von Schüler:innen, Eltern und Kollegium wichtig.

Grafik Evaluation und Weiterentwicklung

Literatur

  • Rolus-Borgward, S. (2000). Lern- und Verhaltensstörungen aus der Perspektive der Metakognitionsforschung. In S. Rolus-Borgward, U. Tänzer & M. Wittrock (Hrsg.), Beeinträchtigungen des Lernens und / oder des Verhaltens – Unterschiedliche Ausdrucksformen für ein gemeinsames Problem (S. 179 – 189). Oldenburg: DIZ.
  • Borgmann: Krowatschek, Dieter / Wingert, Gordon (2010): Schwierige Schüler im Unterricht – Was wirklich hilft.
  • Betz, D. & Breuninger, H. (1996). Teufelskreis Lernstörungen. Theoretische Grundlegung und Standardprogramm. 4- Aufl. Weinheim.
  • Kress, Karin/ Rattay, Cathrin/ Schlechter, D./ Schneider, J. (2013) Individuell fördern – Das Praxisbuch. 3. Aufl. Auer-Verlag.
  • Berndt, Maureen, (2005): Förderplankonzept – konkret und transparent. 5. Aufl. BVK-Buchverlag Kempen.
  • Niehage, S. / Schäfers, A. (2012): ADS und ADHS: Was Lehrer tun können, Klasse 5-10. 1. Aufl. AOL-Verlag.
  • Raabe, J. (2012): Starke Lehrer – Starke Schule. 2. Aufl. Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH.
  • Niedersächsisches Kultusministerium (2024): Empfehlungen zur schulischen Bildung, Beratung und Unterstützung
    von Kindern und Jugendlichen im sonderpädagogischen Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 13.12.2024).
  • Niedersächsisches Kultusministerium (Stand: 04.2026). Konzept ES. Lenkungsausschuss ES RLSB / Ref. 53 MK.

Weiterführende Links